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Als Co-Pilot von Kris Nissen im Dakar-Sieger-Auto
Einen großen Auftritt erlebt Gerhard Gottlieb, langjähriger ehrenamtlicher Sportvorstand des ADAC Berlin-Brandenburg, am kommenden Freitag, den 6. November. Beim Auftakt der Havellandrallye 2009 wird Gottlieb (73), der im März nächsten Jahres sein Amt nach mehr als 30-jähriger erfolgreicher und anerkannter Arbeit abgibt, als Co-Pilot in einem Volkswagen Race Touareg 2, dem Siegerauto der Dakar Rallye 2009 – erstmals in Südamerika ausgetragen – auf dem Co-Pilotensitz Platz nehmen und zwei Etappen der Havelland-Rallye bestreiten.
Natürlich im vollen Rallye-Ornat, also im feuerfesten Rennoverall mit Helm und der obligaten Sprechgarnitur zur Verständigung mit seinem Piloten. Und der ist kein geringerer als Motorsport-Legende Kris Nissen, seit 2003 Motorsport-Direktor von Volkswagen. Kris Nissen, 1960 im dänischen Arnum geboren, hat in seiner langen Karriere im wahrsten Sinne des Worte so manches erfolgreich bewegt, was auf Asphalt sportlich unterwegs war. Kart, Formel 3, Formel 1 (als Testfahrer), Sportwagen, DTM, Supertourenwagen-Cup, V8 Star – außer Renntrucks eigentlich alles.
Nissen ist also genau der richtige Mann, um den 280 PS starken, mit einem 2,5 Liter TDI-Turbodieselmotor ausgerüsteten Volkswagen Race Tuareg 2 mit dem sagenhaften Drehmoment von 600 Nm über die beiden Rallye-Wertungsprüfungen zu bewegen. Und die beiden Motorsport-Besessenen Kris Nissen und Gerhard Gottlieb haben sich einiges zu erzählen, denn sie haben seit Jahrzehnten schon einen „Draht zueinander“. Legendär und unvergessen für diejenigen, die dabei waren, der Kuss von Nissen auf das „schüttere Haupthaar“ von Gottlieb Mitte der 1980er Jahre bei einem DTM-Rennen auf der Avus vor der Haupttribüne, der vom Publikum mit Beifall und dem unvermeidlichen Freuden-Gejohle quittiert wurde. Und das wird wiederholt, denn beim Showstart der Rallye vor dem Brandenburger Tor in Potsdam erhält Gottlieb von Nissen den legendären Kuss als Dankesgeste für seinen langjährigen Einsatz erneut – mitten auf den „breiten Scheitel“, der Gottlieb schon seit Jahrzehnten ziert. |